Anne Folger

 

Freitag, 6. Mai 2022, 20 Uhr

KulturBahnhof Grevenbrück

Sonderveranstaltung, Preisgruppe 4

Freier Vorverkauf ab 19.08.2021

 

mit ihrem Programm „Fußnoten sind keine Reflexzonen“


Es erwartet sie ein Abend mit Geschichten, wunderschön arrangierten Liedern und einer Menge Humor. Die Presse schreibt dann: „Unverwechselbar und mitreißend“, „Mit Zeitgeist und entlarvendem Appeal“, „Publikum lachte Tränen“. Das würde die Künstlerin so über sich selbst nicht schreiben, aber sie findet es auch sehr gut.


Manche Anmerkungen findet man nicht im Text. Der kleingedruckte Stachel hinter dem Kompliment, die euphorische Schlagzeile mit ironischem Beigeschmack. Annes Blickwinkel sind eigenwillig und kommen leichtfüßig, aber tiefgründig daher.

Mit Wortwitz und Ironie singt sie im Rosamunde Pilcher Stil gegen Großkonzerne, über das Glück zu fliegen, wenn die Beine fest auf dem Boden stehen, parodiert anschaulich Beethovens Götterfunken unter Lockdown- und Weingeist-Bedingungen, lässt Doremi, die Influencerin ihres Debut-Programmes „Selbstläufer“ im neuen Tutorial erklären, welche Intervalle zum Fasten geeignet sind und warum der Tritonus keine Nuss ist.

Dabei beeindruckt sie mit ihrem musikalischen Können. Wenn „Paint it Black“ der Rolling Stones nach Schostakowitsch und Brahms klingt und beim „Fliegenden Robert“ die Läufe über die Tastatur jagen, holt sie ihr Konzertexamen aus der Tasche und sorgt beim Kleinkunstpublikum für Verblüffung. Denn: Frau Folger übte viel Klavier! Im Beethovenhaus Belvedere Weimar, unterer Korridor, zweite Tür links; in verrauchten DDR-Clubdiskotheken; in Goethes Wohnhaus unter dem Italien-Portrait; oder im ehemaligen Volkspolizeikrankenhaus mit Folterkeller.